Sudak

Die Genueser Festung

Die Genueser Festung

Die Genueser Festung


Die Genueser Festung ist wohl die Hauptsehenswürdigkeit von Sudak. Laut der Inschriften auf den Festungsmauern wurde sie von Genuesern im Laufe von 1371 bis 1469 erbaut. Aber entweder waren die Autoren der Inschriften mit der Festungsgeschichte nicht bekannt, oder sie haben sich verstellt. Während der archäologischen Ausgrabungen auf dem Festungsgelände wurde festgestellt, dass der Bau schon im 9. Jahrhundert anfing. Es könnte sogar sein, dass die Genueser die Idee der Lage und die Baubasis der Festung bei den Tauren (ein alter Volksstamm der Krim, der schon im 3. Jahrhundert bei Sudak wohnte) entlehnt hatten.


Mehr bekannt ist aber die Sudak-Festung als Vorposten der genuesischen Händler. Sudak liegt auf einem Berg (ein altes Korallenriff!). Die Stadt war vom Osten und vom Süden uneinnehmbar. Vom Westen war sie auch fast unzugänglich. Die einzige Möglichkeit das Bollwerk der Genueser auf der Krim zu erobern wäre der Sturm der genuesischen Festung von der nördlichen Seite.


Die Festung hat zwei defensive Ebenen: die Konsular- und die Verteidigungsebene. Die Verteidigungsebene stellten hohe Außenmauern (bis 8 m) dar, die der Länge nach mit Kampftürmen befestigt sind. Die Genueser haben in den Türmen Namen eingehauen: Der Jacobo-Torssello-Turm, der Pascwale-Dshuditsche-Turm, der Korrado-Tschikalo-Turm. Das waren wohl die Konsule der Festung, die hier zu verschiedenen Zeiten regiert hatten.


Die Konsularebene ist eine Art Zitadelle, die das Konsularschloss und eine Mauer mit Türmen hat. Ganz oben auf der Festung wurde der Streifenturm eingerichtet .


Zwischen der Konsular- und der Verteidigungsebene lag die Stadt selbst: Wohnhäuser, Munitionslager, Kirchen, Imbissstuben, Behörden. Sudak (oder von Genuesern "Soldaja" genannt) befand sich damals ständig in höchster Kampfbereitschaft. Dem Konsul war es verboten, für die Nacht außerhalb der Festung zu bleiben.


Die Aufmerksamkeit zieht die Moschee die auf dem Festungsgelände liegt auf sich. Im 13. Jahrhundert wurde sie von den Türken gebaut, und seit der Zeit hatte sie mehrmals sowohl ihre Besitzer als auch ihre Religion zu wechseln. Abhängig davon, unter welcher Macht sie sich gerade befand, war die Moschee zu verschiedenen Zeiten griechisch-orthodox, römisch-katholisch, wieder islamisch, dann russisch-orthodox, protestantisch...


Ab und zu kommen auf den Festungswänden Reste von alten Fresken vor, auf denen Madonna und genuesische Abzeichen dargestellt sind. Es gibt sogar ein Bild, das einem der Türme den Namen gegeben hat. Das ist das Basrelief mit einem Reiter auf dem Pferd. Das Basrelief ist mit der Zeit verwischt und das Bild kann man kaum erkennen. Man vermutet aber, dass es die Abbildung des heiligen Georgij des Ruhmtragenden ist. Entsprechend ist auch die Turmbezeichnung – der Georgij-Turm.


Die Zeit und die zahlreichen Kriege haben die Festung angeschlagen. Einige ihrer Befestigungen sind während der Schlachten zerstört worden, einige sind baufällig geworden und sind von sich selbst zusammengebrochen. Heute ist in der Sudak-Festung nur ein Teil Bauten zu sehen, die uns von ihrer früheren Unbesiegbarkeit und Größe zeugen. Das sind das Haupttor, einige Türme (darunter sind auch der Georgij-Turm, der Korrado-Tschikalo-Turm, der Jacobo-Torssello-Turm), die Moschee, der Tempel der zwölf Apostel, ein Munitionslager und Kasernenreste.



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