Sudak

Tauren

Tauren im Sudak


Die Halbinsel Krim hat noch einen alten Namen Tauria. Einer der ersten Volksstämme, der sich hier niedergelassen hat, hieß Tauren und hat dieser Gegend den Namen gegeben. Die bei Sudak gefundenen Reste der taurischen Siedlung zeugen davon, dass der Volksstamm auf der Krim schon im 3. Jahrhundert v.Ch. erschien.

Zum ersten Mal wurden die Tauren bei den altgriechischen Autoren erwähnt. Eigentlich haben diesen Namen der ethnischen Gemeinschaft die Griechen selbst gegeben. Auf den Opferaltar der Jungfer – der Göttin der Krimbevölkerung – brachten die Tauren den Opferauerochsen („der Taurus“). Aber nicht nur Ochsen wurden zum Opfer gebracht. Nach den Schiffbrüchen bei der Krim – als so was vorkam – wurde das Schicksal der Schiffbrüchigen sehr oft schon vorausbestimmt: Die Tauren brachten auch diese Armen auf den Opferaltar.

Als Halbgottheit im Alten Ägypten galt die Katze. Die Tauren hatten auch ein heiliges Tier. Sie verehrten aber den Hund und glaubten, dass auch das gestorbene Tier die Seele seines Besitzers und dessen Vermögen weiter bewachte. Vielleicht deswegen finden die Archäologen oft Hundeknochen in den taurischen Getreidespeichern und in den Gräbern der Gestorbenen.

Heute kennen wir nicht nur die taurische Siedlung bei Sudak. Die Denkmäler aus der Zeit sind auf der ganzen Krim verstreut . Das sind Siedlungsreste bei Jewpatoria und Simferopol, Kriegsbefestigungen bei Demerdshi, Mauerreste bei Jalta, taurische Opferaltäre am Berg Koschka bei Simejis.

Die Tauren waren kein Nomadenvolk und wohnten sesshaft . Ackerbau und Fischfang gehörten zu ihren Hauptbeschäftigungen. Davon zeugen Hacken, Harpunen, Kornreibeisen, die während der archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden. Außerdem galten die Tauren als sehr gute Bauarbeiter. Sie haben riesige Steinblöcke ganz genau aneinander angepasst, so da ß Festungsmauern ohne irgendwelchen Mörtel gebaut wurden . Da ß diese Arbeit hoher Qualität war, beweist uns eine Tatsache aus der Zeit: Nachdem die römischen Herrscher die Krim erobert hatten, benutzten sie die taurischen Kriegsbefestigungen auch weiter.

Die Tauren waren nicht kriegerisch, mussten aber ständig um ihr Land gegen Griechen, Skiphen und andere Völker kämpfen . Alle Tauren, die in Gefangenschaft gerieten, wurden von den Griechen als Sklaven geschleppt. Aber bis jetzt hat man keine einzige Erwähnung gefunden, dass die Tauren griechische Sklaven waren.

Die Geschichte von Tauren bricht Mitte der 1. Jahrtausend n.Ch. ab. Einige Wissenschaftler meinen, die Tauren wurden von den Römern völlig vernichtet. Die anderen behaupten, die Skiphen und später die Tataren hatten sich in der Menge auf der Krim niedergelassen, so dass dieses Volk unter diesen vielen Fremden einfach verschwand . So oder anders, aber die Tauren haben bedeutsame Spuren in der Kultur der Krimvölker hinterlassen. Die Skiphen haben die taurische Mauerweise übernommen . Die Römer und die Griechen haben von den Tauren einige religiöse Ritual und Technik der Keramikbearbeitung entlehnt . Da die Griechen, Römer und Byzantiner sehr gebildet und intelligent waren, konnten sie nicht zulassen, dass die Spuren der taurischen Kultur auf der Krim verloren gehen, und haben die Bauten von Tauren restauriert.

Die archäologischen Denkmäler jener Zeit (Mauer- und Festungsreste) erinnern die Menschen des 21. Jahrhunderts an die Ureinwohner der Krim. Die Taurensiedlung bei Sudak zählt auch dazu.



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